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Höhenprofil und Etappen Eindrücke von der Seen-Route

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Eindrücke von der Seen-Route

Eindrücke von der Seen Route Schweiz

Die Anreise per Bahn über Basel nach Lausanne war problemlos und erholsam, obwohl bei den knappen IC Fahrradplätzen auch etwas Flexibilität nötg ist. Trotz der zu erwartenden Steigungen sind wir mit Gepäck und kleiner Campingausrüstung gestartet. Die Tour gestaltete sich daher völlig individuell. Campingplätze gibt es im Verlauf der Seen-Route zwar nicht all zu viele, die Suche war aber immer erfolgreich.

Bei guten Wetteraussichten und entsprechender Motivation ging es nach Vevey entspannt an den ersten Aufstieg. Die grandiose Landschaft mit dem Blick zurück zum Genfer See entschädigte für die Anstrengung.

Die ersten Abschnitte der Radtourvom Waadtlandt über das Greyerzer Land, das Obergreyerz (Intyamon), Saanenland und Simmental bis zum Thuner See waren im Nachhinein auch landschaftlich und kulturell die Interessantesten. Interlaken folgt am Thuner- und Brienzer See als größeres Touristenzentrum. Die Radstrecken am See entlang sind zwar nicht immer ganz eben, aber im allgemeinen doch ganz erholsam.

Eines der Highlights der Tour war die Abfahrt vom Brüningpaß über die Paßstraße mit der Aussicht auf den blaugrünen Lungerer See. Mit Gepäck sollte man für den Aufstieg übrigens die kurze Fahrt (124 Brücken und 12% Steigung) mit der Zahnradbahn vorziehen und genießen, macht auch mal Spaß!

Am Sarner See entlang verlassen wir das Tal Richtung Alpnacher See, der bereits einen Seitenarm des Vierwaldstättersees darstellt. Das Pilatusmassiv grenzt hier an das Nordufer und man kann mit der steilsten Zahnradbahn der Welt bei einer maximalen Steigung von 48 % 1600 Höhemeter überwinden und den Pilatusgipfel mühelos erreichen.

Der Vierwaldtstätter See ist mit seinen vielen Armen und Buchten der komplexeste See der Schweiz. Den Namen hat der Vierwaldstättersee von den vier hier angrenzenden Waldstätten (Begriff der Urschweiz), den Kantonen Uri, Unterwalden, Schwyz und Luzern.

Das Wasser im See soll Trinkwasserqualität haben. Interessant sind auch die temperatur- und höhenbedingten Unterwasserströmungen im See.

In Luzern gibt es nicht nur die Kapellbrücke zu sehen, sondern viele interessante Plätze und Gassen in der Altstadt.

In Zug sollte man keinesfalls die berühmte gleichnamige Kirschtorte verpassen, obwohl, zuviel sollte man davon wegen des Zuger Kirschwassers bei Radeln nicht kosten. Durch das idyllische Tal der Lorze geht’s hinauf an den Ägerisee und am Rothenthurmer Moor vorbei nach Einsiedeln, den berühmtesten Wallfahrtsort der Schweiz.

Der Pilgerort Einsiedeln liegt auf dem Jakobsweg ist bekannt durch die barocke Klosterkirche, den bedeutendsten Barockbau der Schweiz mit der Gnadenkapelle und einer Figur der Schwarzen Madonna. Das barocke Kloster entstand von 1674 bis 1735 nach den Plänen von Caspar Moosbrugger. Die Fresken und die Stuckarbeit im Inneren sind das Werk der Brüder Asam.

Auf dem Radweg überqueren wir den Sihlsee, den größte Stausee der Schweiz. Die letzten Höhenmeter führen fast schon mühelos hinauf nach Feusisberg. Der Blick auf den Zürichsee zeigt dann schon etwas mehr industrielle Prägung. Eine lange schöne Abfahrt mit Seeblick folgt, hinab nach Rapperswil.

Rapperswil ist mit Altstadt und Hafenpromenade auch eines der Highlights der Tour und bietet sich für einen ausgiebigeren Bummel zum verweilen an.

Die restliche Radtour verläuft nahezu eben. In Sargans treffen wir auf den Alpenrhein, den wir auf dem Hochwasserdamm ein Stück bis nach Vaduz begleiten. Die Übernachtung im Fürstentum Liechtenstein führte uns nach Triersen. Am letzten Tag verließen wir den Rheindamm nochmals und radelten gegen den Wind über St. Margareten und Bregenz Richtung Lindau am Bodensee.

Zum Abschluss entschieden wir uns zu einer Bahnfahrt nach Rothenburg und einen „Downhill“ durchs Taubertal und Maintal zurück nach Collenberg. Schließlich hatten wir doch 750 km Radstrecke erfahren.

Und das fast ohne einen Regentropfen.

Zahlreiche Eindrücke von der Tour können Sie in der Link Bildergalerie sehen!

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