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Wildenburg Kirchzell

Die Herren von Dürn, verdiente Gefolgsleute der Stauferkaiser und Schutzvögte des Klosters Amorbach, gelten als Erbauer der Burg, deren Entstehung auf um 1200 datiert wird.

In den Jahren 1271 und 1272 wurde die Burg an das Erzstift Mainz verkauft und zum Amtssitz der Mainzer Verwaltung. Diese erfolgte zunächst durch Offiziate, später durch Vogt oder Burggraf. 1291 war ein Heinrich Offiziat, um 1320 war es Konrad Rüdt von Collenberg. 1350 wurde das Amt an Eberhard von Rosenberg verpfändet, 1354 löste Konrad Rüdt von Collenberg das Pfand wieder aus. Durch eine Aufstockung seiner Anleihen an das Erzstift Mainz erhielt Konrad auch die Ämter Walldürn und Buchen. 1356 soll ein Erdbeben die Burg stark beschädigt haben. Ab 1368 waren Wiprecht von Dürn, Eberhardt Rüdt von Bödigheim, Fritz von Dürn und Eberhard von Fechenbach Mainzer Burgmänner. In der Folgezeit bis ins 15. Jahrhundert sind zumeist Vertreter dieser Familien als Amtmänner erwähnt.

Im Bauernkrieg waren es Bauern aus dem „hellen Haufen" des Ritters Götz von Berlichingen, die die Burg Wildenberg am 4. Mai 1525 niederbrannten. Seitdem ist sie eine Ruine.

1803 kam sie durch die Säkularisation an das Fürstentum Leiningen. 1806 wurde das Fürstentum Leiningen durch das Großherzogtum Baden mediatisiert. 1810 kam das Gebiet um Amorbach an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt und 1816 an das Königreich Bayern.

Im Wesentlichen hat sich die annähernd rechteckige ca. 80 meter lange stauferzeitliche, später kaum mehr veränderte Kernburg erhalten. Gegen die Bergseite stellt sich ein diagonal gesetzter Bergfried. An der Südseite steht ein Torturm mit Stufenportal und Kapelle mit Apsiserker im Obergeschoss. Der geräumige Palas ist an die Talseite angelehnt. Von hohem künstlerischem Wert sind die Fensterarkaden im Obergeschoss, die vergleichbar sind mit denen der Kaiserpfalz Gelnhausen und Burg Girbaden im Elsaß.

Als nachstaufische Ergänzung ist eine Trennmauer in der Mitte des Burghofes zu bemerken. Darüber hinaus gab es kaum mehr eine bauliche Veränderung, weswegen Wildenberg trotz des ruinösen Zustandes als eine der besterhaltenen stauferzeitlichen Burgen in Süddeutschland angesehen werden darf.

Die Burg ist reich an verschiedensten Steinmetzzeichen (mind. 50 verschiedene sind nachgewiesen), von denen sich einige auch auf anderen Burgen der Rhein-Main-Neckar Region z.B. Burg Stolzeneck am Neckar (und auch in der Kaiserpfalz Gelnhausen) wiederfinden.
(Quelle:Wikipedia)

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Bildergalerie Wildenburg

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