Kollenburg
Die Kollenburg befindet sich etwa einen Kilometer östlich von Fechenbach und 50 bis 60 Meter über dem Maintal. Sie ist eine mittelalterliche Burg der Schenken von Limpurg und der Rüdt von Collenberg und auch unter der Schreibweise Collenburg zu finden.
Der vorhandene Sandsteinfelsen wurde zum Teil in den Baukörper mit einbezogen. Die von starkem Bewuchs umgebene Ruine ist nur in den Wintermonaten vom Tal, aber besser von der gegenüberliegenden Mainseite aus sichtbar.
In der von einer geschlossenen Ringmauer mit quadratischen Türmen aus dem 16. bis 17. Jahrhundert umgebenen Anlage sind in der Vorburg Teile des Wohngebäudes mit Treppentürmen aus dem 14. bis 16. Jahrhundert erhalten. Dazu Reste der Nordfront des Palas und dessen hoch aufragende Ostgiebelwand. Zugangsbrücke und Torhaus mit Torbögen von 1589 und 1609 sind nahezu vollständig vorhanden. Auch der Tiefbrunnen und eine in den Felsen geschlagene Kammer aus dem 13. Jahrhundert sind erhalten.
Der Bau der Kollenburg begann vermutlich im 12. Jahrhundert mit der Errichtung einer Wehrmauer an der Talseite und 2 Flügeln zum Berg hin. Die größer werdende Zahl der Burgbewohner verlangte im 15. Jahrhundert größere Bautätigkeiten. Die Wehrmauer mit den Ecktürmen am Main entstand. Zu dieser Zeit wurde an der Bergseite noch eine Wehrmauer verstärkt und die Torfassade mit Zugbrücke erbaut. An der Bergseite entstand der Torbau.
Ihre endgültige Form fand die Kollenburg wohl 1609. Damals war die Burg von einer kleinen Wohnburg zu einer wehrhaften Festung ausgebaut worden.
Erbauer und Eigentümer, Walter von Schüpf, auch Walter de Colbo genannt, gehörte dem Geschlecht der Schenken von Limpurg an. Nach dessen Tod 1268 übereignete seine Witwe dem Deutschen Orden die Burg. Wipertus Rüde de Rüdenau übernahm die Burg zu Lehen und Erbe.
Wipertus gilt als Stammvater der Rüdt von Collenberg. Die Linie starb 1635 in männlicher Erbfolge aus.
Etwa 100 Jahre residierten dann die Grafen von Reigersberg auf der Collenburg, bis sie ihnen nicht mehr standesgemäß erschien und sie 1750 ihr neu errichtetes
Schloss in Fechenbach bezogen. Ein kleiner Teilbereich der Burg diente noch einige Jahrzehnte als Amtssitz und Försterwohnung.
Die unbewohnte Kollenburg begann danach zu verfallen und wurde zunehmend auch als Steinbruch benutzt. Der fortschreitende Verfall der Ruine Kollenburg konnte durch Sicherungsmaßnahmen in den 80er Jahren aufgehalten werden.
Eindrucksvolle 360° Aufnahmen von der Kollenburg finden Sie in der
Panoramagalerie
Einige Bilder
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